Auf den Saunabänken verbringen Sie die schönsten Momente in der Sauna, und sie sind ständig in Kontakt mit nackter Haut. Gutes Bankholz wird nicht zu heiß, gibt kein Harz ab und verträgt schnelle Temperatur- und Feuchtigkeitswechsel. Dieser Artikel erklärt, welche Holzarten sich für Saunabänke eignen, wie Sie die Bänke dimensionieren und befestigen und wie sie jahrelang schön bleiben.
Was macht gutes Bankholz aus?
- Geringe Wärmeleitfähigkeit. Holz, das Wärme langsam leitet, fühlt sich auch im heißen Dampf kühl an.
- Kein Harz. Harzreiches Holz gibt beim Aufheizen der Sauna heißes, klebriges Harz ab.
- Feuchtigkeitsbeständigkeit. Die Bänke werden bei jedem Saunagang nass und trocknen wieder; das Holz muss diese Wechsel ohne Risse verkraften.
Holzarten für Saunabänke
- Espe ist ein harzfreies, helles und nahezu astfreies Laubholz. Sie leitet Wärme langsam und hat einen milden Duft – für viele die erste Wahl für Saunabänke. Zum Beispiel Espen-Bankbrett 28x90 und Espen-Bankbrett 28x120.
- Erle ist harzfrei und hat einen warmen, rotbraunen Ton. Auch sie fühlt sich angenehm auf der Haut an.
- Thermobehandelte Holzarten wie Thermoespe, Thermoerle, Thermokiefer und thermobehandelte Radiata-Kiefer sind dunkel und formstabil. Die Thermobehandlung erfolgt bei hoher Temperatur mit Wasserdampf und entzieht dem Holz das Harz. Zum Beispiel Thermokiefer-Bankbrett 26x118 SHP.
Durchgehend beheizte Sauna: Thermoespe ist für eine durchgehend beheizte Sauna nicht geeignet. Wählen Sie stattdessen Thermoerle – ihr Farbton ähnelt der Thermoespe – oder thermobehandelte Radiata-Kiefer, die wir in einem breiten Sortiment anbieten.
Thermobehandelte Radiata-Kiefer: Frisch verbaute Radiata-Kiefer kann anfangs stark riechen. Lüften Sie die Sauna gut; der Geruch verfliegt.
Vermeiden Sie unbehandelte Kiefer. Wenn sich die Oberfläche erwärmt, tritt Harz aus. Thermokiefer eignet sich gut für die Sauna, weil die Thermobehandlung das Harz entfernt.
Breite und Richtung bestimmen die Optik
Schmale Bretter ergeben eine traditionelle, rhythmische Fläche, breite Bretter eine ruhige, moderne. Sie können eine oder mehrere Breiten verwenden und verschiedene Holzarten kombinieren. Eine breite, verleimte Bohlenbank wirkt minimalistisch – zum Beispiel Espen-Bankbohle 43x200 oder Erlen-Bankbohle 43x200.
Entscheiden Sie, ob die Bretter längs oder quer verlaufen, und berücksichtigen Sie Modell und Position des Saunaofens.
Stimmen Sie die Bänke auf Farbe, Breite und Profil der Wandpaneele ab. Saunabänke bleiben meist naturfarben, daher prägt die Holzart die Optik der Sauna maßgeblich.
Dimensionieren Sie die Bänke richtig
Guter Dampf entsteht bei Bänken in der richtigen Höhe.
- Lassen Sie 100–120 cm zwischen oberer Bank und Decke.
- Der Höhenunterschied zwischen oberer und unterer Bank beträgt meist 40–45 cm.
- Die obere Bank ist meist 55–60 cm tief.
- Planen Sie mindestens 60 cm Sitzbreite pro Person ein.
- Die Sicherheitsabstände zwischen Ofen und Bänken finden Sie in der Anleitung des Ofenherstellers.
Lassen Sie 100–120 cm zwischen oberer Bank und Decke.
Befestigen Sie die Bretter von unten
- Lassen Sie die Bretter akklimatisieren – vor der Montage 1–2 Wochen in der Sauna.
- Unterstützen Sie die Bänke ausreichend. Befestigen Sie die Träger an den Wandlatten oder an zusätzlichen Trägern hinter den Paneelen. Stützen Sie lange Bänke auch in der Mitte.
- Lassen Sie einen Abstand zwischen Bank und Wand (etwa 5–10 mm) und zwischen den Brettern, damit Luft zirkulieren und das Holz trocknen kann.
- Befestigen Sie die Bretter immer von unten mit Edelstahlschrauben, damit keine Schraubenköpfe auf der Sitzfläche liegen und heiß werden. Bohren Sie die Löcher vor, damit die Bretter nicht spalten.
Schrauben von unten, Abstände zwischen den Brettern.
Behandeln Sie die Bänke immer vor der Nutzung
Temperatur und Feuchtigkeit ändern sich in der Sauna schnell und stark, daher brauchen Saunabänke immer eine Oberflächenbehandlung. Behandeln Sie sie vor der ersten Nutzung mit Paraffinöl oder Saunawachs. Für thermobehandelte Bänke empfehlen wir ausschließlich Paraffinöl.
- Paraffinöl zieht in das Holz ein, erschwert das Eindringen von Wasser und weist Schmutz ab. Es vertieft den Farbton des Holzes leicht.
- Testen Sie das Öl zuerst an einer unauffälligen Stelle, um zu sehen, wie sich der Farbton verändert.
- Tragen Sie das Öl mit Schwamm oder Tuch in Faserrichtung auf und behandeln Sie auch die Hirnenden. Nach etwa 12 Stunden ist die Oberfläche bereit für die Sauna.
Paraffinöl oder Saunawachs vor der ersten Nutzung.
So bleiben die Bänke schön
- Trocknen Sie die Sauna nach jeder Nutzung. Stellen Sie herausnehmbare Bankteile hochkant und lassen Sie den Ofen etwa eine halbe Stunde bei geschlossener Tür und offenem Abluftventil laufen.
- Verwenden Sie ein Saunatuch und nehmen Sie Textilien danach aus der Sauna.
- Spritzen Sie die Bänke nicht nach jeder Nutzung ab. Reinigen Sie sie je nach Nutzung 1–4 Mal im Jahr mit einem milden Saunareiniger und einer weichen Bürste in Faserrichtung.
- Erneuern Sie die Ölbehandlung 1–5 Mal im Jahr, sobald die Oberfläche matt aussieht.
- Ziehen Sie die Schrauben nach – im ersten Jahr ein- bis zweimal, da das Holz schwindet.
Bänke, die gut trocknen, bleiben schön und halten lange.
Wählen Sie Ihr Bankholz anhand eines Musters
Wir senden Muster von Bankbrettern, damit Sie den Farbton in Ihrer eigenen Sauna sehen. Kontaktieren Sie unseren Vertrieb oder lesen Sie mehr über unsere Holzarten. Unser Onlineshop ist auf Englisch verfügbar.