Wenn Sauna, Bad und Wohnräume mit demselben Holz verkleidet sind, wirkt ein Haus oder Ferienhaus ruhig und einheitlich. Die Bedingungen in diesen Räumen unterscheiden sich jedoch stark: In der Sauna ändern sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit schnell, im Wohnzimmer ist die Luft stabil und im Winter trocken. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Holzart, Paneel und Oberflächenbehandlung so wählen, dass dieselbe Oberfläche in allen Räumen funktioniert.
1. Kennen Sie die Anforderungen jedes Raumes
Wir unterteilen Innenräume in vier Einsatzbereiche, und jedes unserer Produkte ist für jeden davon gekennzeichnet:
- Trockene Innenräume: Wohn- und Schlafzimmer, Flure und Lobbys. Fast jede Holzart ist geeignet, und die Oberfläche können Sie frei nach der Optik wählen.
- Decken in Nassräumen: Feuchtigkeit steigt zur Decke auf, aber Wasser spritzt nicht direkt auf die Oberfläche.
- Wände in Nassräumen: ein anspruchsvollerer Einsatzbereich, in dem das Holz Spritzwasser und schnelle Feuchtigkeitswechsel vertragen muss.
- Saunen: die härtesten Bedingungen. Das Holz muss harzfrei sein und Wärme langsam leiten.
Die Kennzeichnung zeigt auch, ob das Holz ohne Behandlung verwendet werden kann oder ob eine Oberflächenbehandlung empfohlen wird. Sie basiert auf unserer Eignungstabelle der Holzarten.
2. Wählen Sie eine Holzart, die in allen Räumen funktioniert
Wenn Sie dieselbe Holzart von der Sauna bis zum Wohnzimmer verwenden möchten, wählen Sie sie für den anspruchsvollsten Raum – die Sauna.
- Fichte ist hell und preiswert. In der Sauna braucht sie Saunaschutz oder Paraffinöl.
- Espe ist harzfrei, nahezu astfrei und hell. Sie schafft eine frische, helle Atmosphäre und hat einen milden Duft.
- Erle ist harzfrei und hat einen warmen, rotbraunen Ton, der mit der Zeit schön nachdunkelt.
- Western Red Cedar ist ein helles, aromatisches Spezialholz, das sich für Saunen eignet.
- Thermobehandelte Holzarten wie Thermoespe, Thermoerle, Thermokiefer und thermobehandelte Radiata-Kiefer sind formstabil und dunkel. Sie eignen sich besonders gut für Nassräume und Saunen.
Beachten Sie zwei Ausnahmen: Thermoespe ist für eine durchgehend beheizte Sauna nicht geeignet – wählen Sie stattdessen Thermoerle oder thermobehandelte Radiata-Kiefer, die wir in einem breiten Sortiment anbieten –, und unbehandelte Kiefer gibt in der Sauna Harz ab. Der Farbton verändert sich mit der Zeit: Helles Holz dunkelt nach, dunkles Thermoholz hellt auf.
3. Wählen Sie Profil, Breite und Richtung
Schmale Paneele erzeugen eine rhythmische Fläche, breite Paneele eine ruhige. Ein scharfkantiges Profil wirft kräftige Schatten, ein runderes wirkt weicher. Ein Leistenpaneel sieht aus wie einzelne Leisten, wird aber wie ein Paneel montiert.

Einheitlichkeit entsteht, wenn die Paneele von Raum zu Raum in derselben Richtung verlaufen. Oder Sie machen die Sauna zu einem eigenen Raum, indem Sie von waagerechten zu senkrechten Paneelen wechseln. Verlegen Sie Paneele an der Decke in Lichtrichtung.

4. Stimmen Sie die Oberfläche auf den Raum ab
Dasselbe Holz kann in jedem Raum eine andere Behandlung erhalten, solange der Farbton gleich bleibt:
- Sauna: Fichte, Espe und Erle mit Saunaschutz oder Paraffinöl; thermobehandelte Holzarten mit Paraffinöl. Saunaschutz ist auch farbig erhältlich.
- Nassräume: ein feuchtigkeitsbeständiges Produkt für Nassräume.
- Trockene Innenräume: Farbe, Öl, Wachs oder Lack. Eine Lasur lässt die Maserung sichtbar, deckende Farbe ergibt einen gleichmäßigen Farbton. Wählen Sie für Paneeldecken eine matte Farbe.
Gut zu wissen: Helles Holz dunkelt im Tageslicht nach und vergilbt. Um einen hellen Ton zu erhalten, wählen Sie ein weiß pigmentiertes oder UV-schützendes, nicht vergilbendes Produkt.
Sie können die Paneele auch vorbehandelt bestellen. Wird die Behandlung vor der Montage im Werk aufgebracht, werden auch Federn und Kanten behandelt, sodass an den Fugen keine hellen Streifen entstehen, wenn das Holz im Winter schwindet.

5. Richtig montiert bleibt die Oberfläche ordentlich
- Lassen Sie die Paneele akklimatisieren – 1–2 Wochen im Montageraum bei etwa +20 °C und 40–60 % relativer Luftfeuchtigkeit.
- Planen Sie 10–15 % Verschnitt ein und wählen Sie Paneele, die mindestens 5 cm länger als benötigt sind.
- Montieren Sie die Latten rechtwinklig zu den Paneelen, mit höchstens 600 mm Abstand.
- Berücksichtigen Sie das Arbeiten des Holzes: etwa 10 mm Abstand zwischen Paneel und Wand in trockenen Räumen, etwa 15 mm in der Sauna.
- In der Sauna montieren Sie waagerechte Paneele mit der Feder nach oben, lassen einen Lüftungsspalt hinter den Paneelen und verwenden immer Edelstahl-Befestigungsmittel.


Beispielkombinationen
- Hell und licht: Espenpaneel 15x90 STS4 für Sauna und Baddecke und dasselbe Paneel mit weißer Lasur im Wohnzimmer.
- Warm und rötlich: Erlenpaneel 15x120 STS4 für Sauna und Bad.
- Dunkel und modern: Thermokiefer-Paneel 15x118 STS4 für Sauna und Nassräume, als Kontrast hell gestrichene Fichtenpaneele in den trockenen Räumen.
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